Was tun gegen Trockenheit im Sommer? 10.05.2021 07:58

Wie Sie den Garten auf einen trockenen Sommer vorbereiten

 

Es ist wohl mehr als deutlich: Der Klimawandel ist im vollen Gange. Die Winter werden milder, die Sommer werden wärmer und vor allem auch trockener. Aus diesem Grund haben wir hier einige Infos zusammengestellt, die helfen sollen, den Garten auf solch trockene Sommer vorzubereiten.

Inhaltsverzeichnis

✅ Welche Pflanzen eignen sich?
✅ Beachtung der Standortansprüche
✅ Den Boden vorbereiten und der Pflanzzeitpunkt
✅ Richtig gießen
✅ Weitere Pflegetipps

Was tun gegen Trockenheit im Sommer

Welche Pflanzen eignen sich?

Schon die Wahl der Pflanzen kann dafür sorgen, dass es im Garten auch in einem trockenen Sommer blüht. Achten Sie beim Kauf darauf, dass Sie auf trockenheitsverträgliche und sonnenliebende Pflanzen setzen. Präriegarten- oder Steingartenpflanzen eignen sich hier besonders. Vor allem Stauden wie der Purpursonnenhut, Salbei, Eisenkraut oder Bart-Iris kommen mit Trockenheit und Hitze gut klar. Generell sollten Sie schauen, dass Sie auf Staudenbeete setzen und weniger auf Wechselflor. Als Wechselflor bezeichnet man den Umstand, dass die Bepflanzung jährlich zwei Mal (meist Frühsommer und Herbst) saisonal gewechselt wird. Ganz nebenbei minimiert sich so auch der Pflegeaufwand im Garten

Eigenschaften solcher Pflanzen:

  • Kleine Blätter: Dadurch weniger Verdunstung
  • Behaarte Blätter: Dadurch weniger Austrocknung
  • Silbergraues Laub: Reflektiert Licht und heizt dadurch weniger auf
  • Harte Blätter: Dadurch schützende Zellschichten
  • Sukkulenten: Speichern Feuchtigkeit in ihren Blättern
  • Tiefwurzler: Erreichen feuchte Stellen auch in tieferen Schichten
Sukkulenten im Garten

Stauden wie Hortensien mögen keine Sonne

Beachtung der Standortansprüche

Wer beim Einpflanzen auf die Standortansprüche der einzelnen Pflanzen achtet, der sorgt dafür, dass sich die Pflanzen bestmöglich entwickeln können. Schattenpflanzen haben, auch wenn es sich um einen normalen Sommer handelt, einfach nichts an einem sonnigen Standort zu suchen – und andersrum. Hortensien bekommen zum Beispiel „Sonnenbrand“. Dies erkennen Sie vor allem an rot verfärbten Blättern oder an welkem Laub und Blattverlust. Oftmals gehen Pflanzen am falschen Standort sogar ganz ein. Wenn kein schattiges Plätzchen vorhanden ist, verzichten Sie entweder auf Schattenpflanzen oder sorgen mit einem Vlies oder einem dichten Netz für Schatten. Mit etwas Glück lassen sich bereits verbrannte Pflanzen oder Pflanzenteile mit einem starken Rückschnitt retten. Achten Sie beim Kauf daher auf die auf dem Pflanzenkompass angegebenen Standortbedingungen.

Boden im Sommer und Pflanzzeitpunkt

Den Boden vorbereiten und der Pflanzzeitpunkt

Schon der Boden lässt sich durch einen wichtigen Aspekt für den Sommer rüsten: Humus. Sollten Sie sehr sandigen Boden haben, reichern Sie diesen unbedingt mit Humus an. Ein humusreicher Boden speichert wesentlich mehr Wasser, was gerade in der trockenen Sommerzeit ein wahrer Pluspunkt ist. Und auch der Zeitpunkt der Aus- bzw. Einpflanzung ist nicht zu verachten. Es hat sich bewährt, immergrüne Pflanzen im Frühjahr oder im Spätsommer einzusetzen. Winterharte Pflanzen setzen Sie im Herbst. Bis zum Sommer bleibt den Pflanzen so genug Zeit, anzuwachsen , was sie eben entsprechend beständiger gegen Trockenheit und Hitze macht. Vor allem bei Bäumen und Sträuchern sollten sie sich den Pflanzzeitpunkt unbedingt zu Herzen nehmen.

Richtig gießen

Richtig gießen im Sommer

Je nach Größe des Gartens bzw. Anzahl an Pflanzen im Garten kann der Aufwand zur Bewässerung enorm sein. Bei kleineren Gärten oder auf dem Balkon reicht es oftmals aus, in den Morgenstunden zu gießen. Der noch taufeuchte Boden nimmt das Wasser gut auf und ist bis zum Abend wieder trocken. So halten Sie auch Schnecken davon ab, sich an Ihren Pflanzen zu vergehen. Gießen Sie reichlich. Bei Topfpflanzen sollten Sie sehen können, dass das Wasser aus dem Entwässerungsloch des Kübels läuft.

Mangelt es an Zeit oder ist ein längerer Sommerurlaub geplant, sollten Sie überlegen, in Bewässerungssysteme zu investieren. Mittlerweile ist die Technik so weit, dass smarte Systeme sogar Wetterdaten auswerten und dementsprechend wässern oder eben nicht. Achten Sie beim Kauf darauf, dass solch smarte Bewässerungssysteme vollautomatisch laufen und nur bewässern, wenn es wirklich nötig ist. So sparen Sie Wasser und schonen die Umwelt. Auch Gefäße mit integriertem Wasserspeicher eignen sich im Sommer besonders. Durch einen Wasserstandsanzeiger haben Sie stets den Überblick darüber, wie viel Wasser noch im Speicher ist und wann es Zeit wird, diesen wieder aufzufüllen. Die Pflanzen versorgen sich somit jederzeit und selbstständig.

Wenn Sie einen neuen Garten anlegen, überlegen Sie doch einmal, ob Sie nicht ein Zisterne mit einbauen. Eine Zisterne ist im Prinzip eine große, unterirdische Regentonne, die durch Regenwasser gespeist wird. Der Vorteil ist die Größe: Im Schnitt lassen sich 4.000 Liter Wasser in einer Zisterne sammeln. Dieses Wasser können Sie dann im Sommer nutzen, um Ihren Garten zu bewässern.

Weitere Pflegetipps

Der Nutzgarten im Sommer

Gemüsegarten / Nutzgarten:
Hacken und lockern Sie den Boden im Gemüsegarten regelmäßig auf. Bei einem Sommerregen läuft der Regen so nicht ab, sondern versickert im lockeren Boden und kommt so dem Gemüse zugute. Des Weiteren verdunstet Wasser, was in den tieferen Erdschichten vorhanden ist, so nicht sinnlos. Auch die Wurzelbelüftung bzw. Anreicherung mit Sauerstoff dient den Pflanzen – und somit eben auch einer erfolgreichen Ernte.

Ziergarten:
Ziergärten lassen sich gut auf einen trockenen Sommer vorbereiten. Bedecken Sie den Boden einfach mit Mulch. Die aufgebrachte Schicht Rindenmulch beugt der Verdunstung und somit Austrocknung vor. Als Alternative könnte man auch zu Kies greifen, was vielen Gartenbesitzern in den meisten Fällen optisch und geruchstechnisch lieber ist.

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