Rosen schneiden

23.09.2022 09:00

Hilfreiche Tipps und Tricks, die Sie über das Schneiden von Rosen wissen sollten.

 
Rosen richtig schneiden Rosen schneiden

Die Rose – Als Königin der Blumen wird sie bereits seit Jahrtausenden kultiviert und ist aus unseren Gärten und als Schnittblumen nicht wegzudenken. Um die Rosen im Garten kräftig und gesund zu halten ist ein regelmäßiger Rückschnitt erforderlich. Wie Sie dies am besten durchführen und wann dafür der beste Zeitpunkt ist, erfahren Sie im folgenden Artikel.

Inhaltsverzeichnis

 
 

Rosen schneiden - Wann, wie und warum?

Rosen werden geschnitten, damit sie kräftig und vital bleiben. Rosen, welche nicht geschnitten werden, „vergreisen“, d. h. sie verkahlen von unten. Auch Krankheiten und Pilzinfektionen können sich ausbreiten und die Lebensspanne der Rosen enorm verkürzen. Insbesondere alte, verwelkte Blätter und tote Triebe sind in der kalten Jahreszeit für diese Rosenkrankheiten empfänglich. Damit dies nicht geschieht ist der Herbstschnitt wichtig. Der richtige Zeitpunkt hierfür ist vor dem ersten Frost, von Anfang Oktober bis Ende November, wenn alle Rosen verblüht sind und die Blätter zu welken beginnen.

Alte, schwache und dünne Triebe werden entfernt. Auch können überlange Rosenzweige geschnitten werden, damit diese bei einem Sturm nicht unkontrolliert abbrechen. Außerdem können alle noch nicht verholzten Teile der Rose geschnitten werden, da diese nicht ausreichend frosthart im Winter sind.

Im Prinzip handelt es sich im Herbst um einen leichten Pflege- und Formschnitt. Der richtige Rosenschnitt erfolgt im Frühling ab Mitte März, bzw. dann, wenn am Standort keine längeren Frostperioden mehr zu erwarten sind.

 
Das Auge bei Rosen Das Auge

Rosentriebe werden immer schräg abgeschnitten, sodass sich an den Schnittstellen kein Wasser sammeln kann. Hierfür ist auch eine scharfe Rosenschere vorteilhaft. Orientieren sollten man sich beim Rückschnitt an den „Augen“. Die Augen sind kleine Knubbel am Rosenzweig, welche den neuen Trieb darstellen. Geschnitten wird immer ca. einen halben Zentimeter über einem Auge.

Grundsätzlich benötigen Rosen im Frühjahr einen kräftigen Rückschnitt. Je stärker diese zurückgeschnitten werden, umso kräftiger treiben Sie wieder aus und umso üppiger wird die folgende Blüte. Wird die Rose nicht genügend geschnitten bilden sich weniger neue Triebe und somit auch weniger Blüten.

Eine Besonderheit sind Rosen, welche mehrmals im Jahr blühen. Diese sollte man im Sommer, nach dem ersten verblühen, bis zum nächsten Laubblatt zurückschneiden. Achten Sie hierbei aber bitte ebenfalls auf das Auge.

Bei den verschiedenen Arten von Rosen unterscheiden sich die empfohlenen Rückschnitte. Auch unterteilen sie sich in mehrfach im Jahr blühende und einmal im Jahr blühende Sorten, nachfolgend „mehrjährig“ und „einjährig“ benannt.

Beetrosen schneiden

Jede Beetrose sollte aus bis zu acht grünen Grundtrieben bestehen. Je nach Größe werden diese 20 bis 40 cm zurückgeschnitten. Überaltertes Holz wird komplett entfernt und abgestorbene Triebe herausgeschnitten. Ältere Beetrosen können auch mal bis zum Boden gekürzt werden. So kommen wieder neue Triebe nach und die Rose wird verjüngt. Mit einem kleinen Trick kann die Blütezeit der Beetrosen durch gezielte Schnitte verlängert werden. Dazu muss man sich erst einmal überwinden, denn es werden ca. 1/3 der Blütenknospen ca. 3 bis 4 Wochen vor der Blütezeit gekürzt. Doch keine Angst, diese wachsen sofort nach und lösen den ersten Blütenflor nach einigen Wochen ab.

Edelrose richtig schneiden Edelrosen

Edelrosen schneiden

Edelrosen sind die Sorte, welche üblicherweise für Schnittrosen verwendet werden. Diese sind von Natur aus sehr langstielig, werden aber ebenso wie Beetrosen im Frühjahr stark zurückgeschnitten. Man kürzt sie auf zwei bis vier Augen. Dünne Triebe und sonstige Verästelungen können ebenfalls entfernt werden. Bei Edelrosen wachsen auch oft Wildtriebe, welche unter der Veredelungsstelle entspringen und extrem starkwüchsig sind. Diese werden nicht geschnitten, sondern beherzt herausgerissen, damit diese nicht mehr nachwachsen.

Strauchrosen schneiden

Sie gibt es in allen erdenklichen Größen, Farben und Formen. Die einen Strauchrosen wachsen als Busch und werden bis zu 2 Meter hoch und 2 Meter breit, andere wiederum wachsen kompakt und sind fast bodenliegend, wodurch sie auch gerne einfach als Bodendecker verwendet werden.

Strauchrosen werden generell nicht so stark zurückgeschnitten wie Beet- oder Edelrosen, sondern ein Drittel bis maximal zur Hälfte des Triebes. Ausgenommen sind dabei alte und abgestorbene Zweige. Diese können bodennah gekürzt werden. Auch sollte bei den buschigen Strauchrosen auf einen harmonischen Kronenaufbau geachtet werden. Die bereits genannten Bodendeckerrosen gelten als Besonderheit unter allen Rosen, denn diese müssen nur alle drei bis vier Jahre im Frühjahr geschnitten werden. Dies erfolgt dann jedoch radikal. Um die Rosen konsequent zu verjüngen, sollten alle Triebe mindestens so weit heruntergeschnitten werden, dass nur noch ein Drittel stehen bleibt.

Kletterrose richtig schneiden Kletterrosen

Kletterrosen schneiden

Sie werden bis zu 10 Meter hoch und müssen für optimales Wachstum über eine Rankhilfe, zum Beispiel Rosenbögen, geführt werden. Kletterrosen werden nur sehr wenig und erst ab dem dritten Standjahr geschnitten. Grundsätzlich handelt es sich hier um einen Formschnitt, damit der Durchgang des Rosenbogens nicht zu wuchert. Beschädigte oder frostgeschädigte Triebe müssen aber natürlich auch hier abgeschnitten werden, um Pilzkrankheiten zu vermeiden. Auch können im Sommer oder Herbst die verblühten Rosen entfernt werden. Aber auch Kletterrosen vergreisen mit der Zeit von unten her und dann ist auch hier ein kräftiger Verjüngungsschnitt im Frühjahr notwendig. Doch keine Angst: Im nächsten Jahr wird der Rosenbogen wieder gut gefüllt sein. Sie können den Verjüngungsschnitt auch Jahr für Jahr und nach und nach erledigen, indem jeweils nur 1/3 der kahlen unteren Triebe bodennah entfernt werden.

Hinweise zur Rosenschere

Damit der saubere Schnitt gelingt, braucht es eine ordentliche Rosenschere (Bypass Schere). Der wichtigste Unterschied zwischen Rosenscheren und Gartenscheren (Amboss Schere) besteht in den Klingen. Bei Amboss Scheren trifft nur eine scharfe Klinge auf ein flaches Gegenstück. Dadurch kann es beim Schneiden zu leichten Quetschungen an der Pflanze kommen und der Trieb beschädigt werden. Bei der Rosenschere treffen zwei scharfe Klingen direkt aufeinander. Die Triebe werden sauber durchtrennt und weniger beschädigt. Auch für andere Schneidearbeiten im Garten sind Bypass Scheren den Amboss Scheren immer vorzuziehen. Eine weitere Möglichkeit, Rosen zu schneiden, sind Präsentierscheren. Dies sind ebenfalls Bypass Scheren mit mittellangen Teleskopstangen. Daher sind Präsentierscheren besonders praktisch, da man beim Schneiden einen gewissen Abstand zu den Dornen halten und trotzdem präzise und sauber schneiden kann.

Die richtige Schere zum Rosenschnitt Die richtige Schere

Pflanzkübel für Rosen

Auch wenn kein Garten oder kein entsprechendes Beet vorhanden ist, muss man nicht auf Rosen verzichten. Diese können auch im Pflanzkübel gehalten werden. Da Rosen Tiefwurzler sind, muss der Kübel jedoch entsprechend groß bzw. tief sein. Empfohlen ist eine Tiefe von mindestens 50 cm. Hier bietet sich sowohl der quadratische CUBE mit dem Maß 53x65x65 als auch der TOWER mit 70 cm, 80 cm oder 100 cm Höhe an.

Für eine Gruppenpflanzung von Rosen sind die DIVIDER ideal. Insbesondere ist es beim DIVIDER auch möglich, eine kleine Rosenhecke als Sichtschutz zu pflanzen.

Auch wenn man dazu geneigt ist den Rückschnitt bei Rosen im Kübel etwas radikaler als im Freiland durchzuführen: An Grundprinzipien des Schneidens kann man sich jedoch auch hier halten.

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