Genießen Sie gesundes Gemüse aus dem eigenen Garten
BLUMENKOHL PFLEGE
Blumenkohl hört, je nach Region, auf viele spannende Namen. In Österreich ist er zum Beispiel als Karfiol bekannt. Als ein Teil der Kreuzblütler-Familie ist er dabei nicht nur schmackhaft, sondern auch gesund. Wollten Sie schon immer Blumenkohl pflanzen und haben sich von den vermeintlich hohen Ansprüchen davon abhalten lassen? Dann dürfen Sie jetzt aufatmen. Zwar ist der Kohl zuweilen ein bisschen komplizierter anzubauen als beispielsweise der Brokkoli, wenn Sie aber die richtige Pflanzzeit für Blumenkohl beachten und ihn gut pflegen, gedeiht er dennoch mühelos. Wir verraten Ihnen in unserem Ratgeber, wie Sie Blumenkohl pflanzen und sich über eine erfolgreiche Ernte freuen können.
Inhaltsverzeichnis
Für den perfekten Blumenkohl: Wann pflanzen und ernten Sie richtig? Kleine Anleitung für zu Hause: Blumenkohl vorziehen und ins Beet umsiedeln Blumenkohl im Kübel pflanzen – der Kohl gedeiht auch auf dem Balkon Der perfekte Standort für Blumenkohl liefert Licht und Nährstoffe Blumenkohl vor Schädlingen schützen und üppige Ernte genießen Blumenkohl Jungpflanzen kaufen: Das sollten Sie beachten Blumenkohl pflanzen - ein gesundes Gartengemüse mit Charakter FAQ zu Blumenkohl pflanzen
Für den perfekten Blumenkohl: Wann pflanzen und ernten Sie richtig?
Wenn Sie Blumenkohl pflanzen bzw. anbauen möchten, haben Sie dazu grundsätzlich zwei Möglichkeiten. Entweder kaufen Sie bereits vorgezogene Jungpflanzen und setzen sie ab April in Ihr Beet oder Sie ziehen Ihre Pflänzchen aus gutem Saatgut selbst. Letzteres bietet den Vorteil, dass Sie von Anfang an dabei sind und wissen, dass es dem jungen Blumenkohl an nichts fehlt. Möchten Sie gern etwas später im Jahr Ihren Blumenkohl ernten, bietet sich eine Herbstsorte an. Sie können diese im Haus vorziehen oder direkt als Jungpflanze kaufen und ins Beet setzen. Im Fachhandeln finden Sie alles zum Blumenkohl-Pflanzen zwischen März und September.
Kleine Anleitung für zu Hause: Blumenkohl vorziehen und ins Beet umsiedeln
Wenn Sie Ihren eigenen Blumenkohl pflanzen, empfiehlt es sich, mit der Vorzucht auf der Fensterbank zu beginnen, da die Pflänzchen im Beet dann schon eine gewisse Widerstandsfähigkeit mitbringen. Ab Mitte April können Sie auch Ihren Blumenkohl im Beet säen, wenn die Temperaturen konstant höher werden. Viele Hobbygärtner verzichten darauf aber lieber, da sie bei der Indoor-Anzucht die Möglichkeit haben, nur die stärksten Pflanzen auszuwählen, um sie dann nach draußen zu setzen. So verschafft man sich die größten Erfolgschancen, dass der Blumenkohl auch bis zur Reife kommt.
So einfach gelingt die Vorzucht Ihrer Blumenkohlpflanze:
- Befüllen Sie Anzuchttöpfe oder Schalen mit einer nährstoffarmen Erde. Am besten eignet sich klassische Anzuchterde.
- Befeuchten Sie die Erde ein paar Stunden vor der Aussaat kräftig, damit sie eine gute Grundfeuchtigkeit mitbringt.
- Streuen Sie das Saatgut locker über die Erde und geben dann eine dünne Schicht Erde darüber.
- Nutzen Sie eine Sprühflasche und benetzen Sie die Erde noch einmal gründlich. Gießen ist keine gute Idee, denn damit schwemmen Sie das oberflächlich platzierte Saatgut weg.
- Um optimal zu keimen, brauchen Ihre Jungpflanzen einen warmen und hellen Platz mit etwa 15 bis 20 Grad.
Ab Mitte April dürfen Sie den Blumenkohl im Garten ins Beet pflanzen. Schon zwei Wochen vorher ist es allerdings wichtig, dass Sie das Beet optimal vorbereiten, da es sich beim Blumenkohl um einen sogenannten Starkzehrer handelt. Als solcher braucht er sehr viele Nährstoffe, die er bei Ihnen idealerweise von Anfang an bekommt. Arbeiten Sie zwei Wochen vor der Auspflanzung eine gute Portion Kompost in die Erde ein und geben Sie auch etwas Kalk dazu. Gemahlene Eierschalen sind bei Hobbygärtnern wegen ihres hohen Kalkanteils ebenfalls sehr beliebt.
Beim Pflanzen von Blumenkohl hängt der optimale Pflanzabstand übrigens von der Sorte ab! Spät zu erntende Sorten benötigen rund 60 Zentimeter Platz zwischen zwei Pflanzen, früh zu erntender Blumenkohl indes gibt sich bereits mit 50 Zentimetern zufrieden.
AUSPFLANZEN
Blumenkohl im Kübel pflanzen – der Kohl gedeiht auch auf dem Balkon
Wenn Sie über keinen Garten verfügen, müssen Sie auf selbst gezüchtetes Gemüse nicht verzichten. Bauen Sie Ihren Blumenkohl im Topf an und freuen Sie sich über knackige weiße Röschen und einen leckeren Geschmack. Bei der Saatgutauswahl sollten Sie darauf achten, dass Sie eine F1-Hybride kaufen, wie zum Beispiel Multi-Head-F1. Die Fachbezeichnung zeigt nur an, dass diese Blumenkohl-Sorte mehrere Köpfe ausbildet, die aber allesamt etwas kleiner sind. Das ist besonders praktisch, wenn Sie auf dem Balkon gute Erträge erzielen möchten und trotzdem nicht allzu viel Platz haben. Auch wenn Sie Ihren Blumenkohl im Topf pflanzen, ziehen Sie die Jungpflänzchen wie oben erklärt vor. Erst danach trennen sich die Wege. Wenn die einzelnen Keimlinge eine Größe von zehn Zentimetern haben, dürfen sie in den ersten Zwischentopf. Nutzen Sie hier eine Gemüseerde, damit die kleinen Pflanzen bereits ausreichend Nährstoffe bekommen.
Sobald die letzten Fröste vorbei sind, verlassen die jungen Blumenkohl-Pflanzen den Zwischentopf und ziehen entweder in den vorbereiteten Kübel oder sogar in einen tiefen Balkonkasten um. Für jede Pflanze ist ein Topf mit mindestens zehn Litern Fassungsvermögen und 30 Zentimeter Tiefe erforderlich.
Wenn Sie die jungen Keimlinge in den ersten Zwischentopf setzen, pflanzen Sie sie besonders tief ein. Die Keimblätter dürfen noch herausschauen, der Rest entwickelt sich unterirdisch weiter.
Der perfekte Standort für Blumenkohl liefert Licht und Nährstoffe
Blumenkohl beansprucht als Starkzehrer für seine Entwicklung sehr viele Nährstoffe. Wenn Sie Blumenkohl draußen pflanzen, ist ein lehmhaltiger, nährstoffreicher und tiefgründiger Boden gut geeignet. Er muss das Wasser speichern und halten können. Wenn der Boden zu durchlässig ist, bekommen Ihre Pflanzen schnell Durst. Falls Sie den pH-Wert messen, sollte der sich bei einem Wert zwischen sechs und sieben bewegen. Auch beim Licht geht der Blumenkohl keine Kompromisse ein. Er möchte es vollsonnig haben, Halbschatten wird toleriert, kann die Ernte aber minimal verringern. Haben Sie Ihren Blumenkohl auf dem Balkon oder der Terrasse gepflanzt, ist ein sonniger Standort genauso wichtig. Die Mittagssonne ist allerdings zu stark und sollte gemieden werden. Behelfen Sie sich mit einem rollbaren Kübel oder spannen Sie bei großer Hitze den Sonnenschirm auf.
Sowohl im Freiland als auch auf dem Balkon brauchen Blumenkohl-Pflanzen sehr viel Wasser. Gießen Sie draußen jeden zweiten Tag, wenn es nicht geregnet hat, im Topf lieber täglich. Dabei geben Sie das Wasser immer direkt von unten, um Pilze auf den feuchten Blättern zu vermeiden.
Blumenkohl vor Schädlingen schützen und üppige Ernte genießen
Sowohl im Beet als auch auf dem Balkon kann der Blumenkohl mit Krankheiten befallen werden. Am häufigsten sind in diesem Kontext Kohlfliegen zu beobachten, denn diese Schädlinge breiten sich gern auf Kohlsorten aus. Ein Kulturschutznetz schafft Abhilfe, wenn Sie es direkt nach der Aussaat über die Blumenkohl-Pflanzen legen. Auch der Kohlweißling, ein weiterer Blumenkohlschädling, wird so abgewehrt, weil er so keine Eier auf Ihre Pflanze legen kann.
Im Beet gibt es eine weitere Möglichkeit, um Schädlingen wirksam beizukommen. Kombinieren Sie den Blumenkohl mit natürlichen Feinden dieser Schädlinge. Das können Kräuter wie Zwiebeln und Minze sein, aber auch Tomaten und Sellerie, da diese Pflanzen einen für Kohlfliegen unangenehmen Duft absondern. Schimmel und Pilze auf den Blättern lassen sich durchs richtige Gießen vermeiden. Die Blätter sollten jedoch nicht übermäßig nass werden, da sie dicht wachsen und dann nur schlecht abtrocknen. Bei Regen lässt sich das nicht vermeiden, beim Gießen dagegen schon.
SCHÄDLINGE
Blumenkohl Jungpflanzen kaufen: Das sollten Sie beachten
Möchten Sie nicht selbst aussäen, sind Jungpflanzen aus dem Handel eine Alternative. Achten Sie beim Kauf auf gesunde, kräftige Blätter mit sattgrüner Farbe. Wenn sie schlaff herunterhängen oder gelbliche Stellen zeigen, kann das auf einen Nährstoffmangeln hindeuten. Auch der Wurzelballen der Blumenkohl-Pflanzen verrät einiges. Ist er gut durchwurzelt aber noch nicht verfilzt, deutet das auf gute Gesundheit an. Schauen Sie außerdem auf die Sorte, dann manche eignen sich gut für eine frühe Ernte, andere wiederum für die späte Saison.
Blumenkohl pflanzen - ein gesundes Gartengemüse mit Charakter
Mit Blumenkohl entscheiden Sie sich für ein gesundes und schmackhaftes Gemüse, das mit seinen weißen Röschen in Beet und Kübel gleichermaßen überzeugt. Trotz etwas höherer Ansprüche gelingt das Pflanzen von Blumenkohl leicht, wenn Sie auf nährstoffreiche Erde, ausreichend Wasser und einen sonnigen Standort achten. Blumenkohl belohnt Sie bei richtiger Pflege mit einer reichhaltigen Ernte und ist auch für Balkonbesitzer eine attraktive Möglichkeit, frisches Gemüse selbst anzubauen.