Die Eisheiligen 03.05.2021 11:20

Das Datum der Gärtner - Eisheilige

 

Alle Jahre wieder… Nein, wir singen jetzt kein Weihnachtslied, sondern stimmen uns auf die Eisheiligen ein. Ein wichtiges Datum für den Garten. Warum und weshalb? Mehr dazu in diesem Beitrag.

Inhaltsverzeichnis

✅ Das Datum
✅ Die Eisheiligen
✅ Jetzt auspflanzen
✅ Obstbäume schützen

Die Eisheiligen im Mai

Uns allen juckt es in den Fingern. Die Sonne hat schon genug Kraft, um uns ein paar warme Tage zu bescheren. Und nicht selten kann man beobachten, dass viele Garten- und Aussaatarbeiten schon vor den Eisheiligen erledigt werden. Oft kommt es aber vor, dass Mitte Mai noch ein letzter Frost durch das Land zieht und bereits ausgepflanzte Pflanzen Frostschäden erleiden.

Das Datum

Eine alte Bauernregel besagt, dass nach dem 15. Mai mit keinerlei Spätfrost mehr zu rechnen ist. Und genau dieser Tag ist ein wichtiges Datum im Kalender jeden Gärtners und jeder Gärtnerin. Nun ist der Tag, an dem Sie auch empfindlichere Pflanzen und Aufzuchten ins Freiland pflanzen können, ohne sich Gedanken machen zu müssen. Viele vorher ausgesetzte Pflanzen sind eben nicht winterhart und mögen auch keinen Frost. Von daher sollten Sie immer auch die Wettervorhersagen im Blick haben, wenn Sie vor den Eisheiligen auspflanzen möchten. Wir raten Ihnen jedoch, diesen Termin abzuwarten und auf Grund der Unstimmigkeiten zwischen dem astronomischen Kalender und dem kirchlichen Kalender noch 10 Tage draufzurechnen.

Die Eisheiligen

Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophie. Die Eisheiligen sind die Gedenktage an diese Bischöfe und Märtyrer aus dem 4. und 5. Jahrhundert nach Christus. Bereits im Mittelalter war das Phänomen des späten Kälteeinbruchs bekannt. Über Jahrhunderte wurde dieses Wissen überliefert und ist noch heute eine der bekanntesten und wichtigsten Bauernregeln für den Garten. An den Gedenktagen vom 11. bis zum 15.05. der fünf Heiligen trat Erzählungen nach der gefürchtete Spätfrost auf, weshalb sie im Volksmund später die Eisheiligen genannt wurden.

Jetzt auspflanzen

Jetzt auspflanzen

Die Eisheiligen sind vorüber. Höchste Zeit also, mit der Gartenarbeit zu starten. Jetzt ist es sehr unwahrscheinlich, dass es noch einmal zu Bodenfrost kommt. Zur Sicherheit sollten Sie aber immer auch die Wettervorhersagen im Blick haben, um eventuell noch eingreifen zu können, sollte die Bauernregel in diesem Jahr doch nicht greifen.

Alle einjährigen Pflanzen oder Pflanzen, die Sie im Innenbereich erfolgreich vorgezogen haben, können nun im Außenbereich eingepflanzt werden. Hierzu zählen zum Beispiel Gemüsepflanzen wie Tomaten, Gurken oder auch Paprika. Aber auch Möhren, Radieschen, Spinat und Erbsen oder Frühblüher wie Ranunkeln, Maiglöckchen, Stiefmütterchen oder Maßliebchen können Sie jetzt ins Freiland pflanzen.

Konnten Sie die Eisheiligen wieder nicht abwarten und haben schon alles ausgepflanzt? Hierfür haben wir natürlich vollstes Verständnis. Jetzt sollten Sie nur wirklich auf den Wetterbericht achten und – falls frostige Nächte vorhergesagt sind – eingreifen. Sie können diese anfälligen Pflanzen mit Reisig oder im besten Fall sogar mit einem Gartenvlies abdecken. Das Vlies speichert die tagsüber gesammelte Wärme und wirkt daher wie eine Isolierung. Auch kondensiert die Luftfeuchtigkeit am Vlies zu Wasser und schützt so die kleinen Schützlinge vor dem Austrocknen. Eine Längsseite vom Vlies graben Sie am besten einige Zentimeter tief in die Erde und legen es dann ausgebreitet über die zu schützenden Pflanzen. Die anderen Seiten beschweren Sie einfach mit Steinen, damit das Vlies vom Wind nicht aufgedeckt werden kann.

Obstbäume schützen

Kalkfarbe als Frostschutz

In der Regel können Obstbäume natürlich nicht einfach versetzt werden, wenn man diese vor Frost schützen möchte. Deshalb können besonders Obstbäume unter Spätfrost leiden und Schaden nehmen, sodass es zu enormen Ernteausfall kommen kann.

Blüten besprühen

Bei Obstbäumen ist es besonders wichtig, Wettervorhersagen zu verfolgen. Deuten sich Nächte mit Frost an, ist es empfehlenswert, kleinere Bäume mit einem Frostschutzvlies zu umwickeln. Dies ginge natürlich auch bei einzelnen Ästen großer Bäume – je nachdem, wie gut sich das umsetzen lässt. Das Vlies sollten Sie aber tagsüber wieder entfernen, um Bienen die Möglichkeit zur Bestäubung der Blüten zu geben.

✓ Pflanzwerk-Tipp:
Stellen Sie einen Eimer mit heißem Wasser am Abend unter den Obstbaum. Die aufsteigende Wärme schütz die Blüten darüber ebenfalls vor Frost.

Alternativ können die Blüten auch mit Wasser besprüht werden. Ob das nun manuell geschieht oder über eine Beregnungsanlage ist natürlich Ihnen überlassen. Wasser gibt beim Gefrieren Wärme ab und schütz so die Blühten vor Frost. Klinge komisch, ist aber so.

Die Stämme der Obstbäume schützen Sie bestenfalls mit sogenannter Kalkfarbe. Wahrscheinlich haben Sie schon des Öfteren Bäume gesehen, von denen der Stamm weiß „lackiert“ war. Diese Kalkfarbe schütze die Rinde der Bäume vor Frost. Alternativ könnten die Stämme auch mit Strohmatten ummantelt werden.

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